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Zeitreise mit Wolfsheim 1987 ... 2002

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1987

GRÜNDUNG

Wolfsheim wird durch die Brüder Markus und Olli Reinhardt sowie Pompejo Ricciardi 1987 gegründet.

BANDNAME

Der Bandname entsteht nicht nach dem gleichnamigen Rheinland-Pfälzischen Ort sondern beruht auf dem Roman von Scott Fitzgerald "Der große Gatsby".

NEUER SÄNGER

und

ENDGÜLTIGE BESETZUNG

Bevor Pompejo Ricciardi (damaliger Sänger) nach 3 Monaten und einem Tape aus der Band aussteigt, schlägt er Peter Heppner als neuen Sänger vor. Er ist Fan "der ersten Stunde" und kannte die Band, weil sie alle in einem Stadtteil (Wilhelmsburg) aufgewachsen waren und zu einem Freundeskreis gehörten. Markus Reinhardt und Peter Heppner gingen in die gleiche Schule, lernten sich aber im Kunstkurs erst richtig kennen. 

Nach einer kurzen Phase als Trio, in der sie auch zusammen auftreten, steigt Olli Reinhardt aus. So entsteht die heutige Besetzung.

erste zeit -

MUSIK UND TEXTE

Zuerst werden noch die Stücke gesungen, welche Pompejo Ricciardi geschrieben hatte, was sich bald ändert. 

Peter Heppner der schon vorher im Kirchen- und Schulchor gesungen hatte und eigentlich Maler oder Schriftsteller werden wollte, schreibt bald die Texte, auf der Grundlage der von Markus Reinhardt komponierten Musik.

DEMO-TAPES 2 / 3

"KEN MANAGE" UND "ANY BUT PRETTY"

Mit zwei weiteren Tapes bewirbt man sich bei 10 Plattenfirmen, wobei sie allerdings nur Absagen ernten. Erst Lothar Gärtner (Strange Ways) wird nach dem Hören einiger Tracks auf Wolfsheim aufmerksam. Der Kontakt ergibt sich durch Axel Ermes (Girls under Glass), als Lothar Gärtner ruhige Stücke für die Dark-Star-Compilation "Bouquet of Dreams" sucht.

Peter Heppner "bedankt" sich 1992 bei Axel Ermes und seiner Band mit dem Gastgesang auf dem Album "Darius".

1991

DEBÜT-SINGLE "THE SPARROWS AND THE NIGHTINGALES"

So erscheint 1991 die Debüt-Maxi "The sparrows and the nightingales" bei Strange Ways, wie auch alle folgenden Veröffentlichungen. 

Wolfsheim arbeiten bereits am ersten Album "No Happy View" und der zweiten Single "It´s not too late (don´t sorrow)", als "The sparrows and the nightingales" mit einem Male durchstartet. Der Funke sprang durch ein Augsburger Plattengeschäft über, das den Titel im dortigen Lokalradio Skyline als "Platte der Woche" präsentierte. Danach - es war Januar 1992 - entwickelte sich so  etwas wie ein Flächenbrand, der "The sparrows and the nightingales" zur erfolgreichsten Indiependent-Maxi der Neunziger aus Deutschland werden ließ. Inklusive Samplerbeiträgen kann dieser Titel sechsstellige Verkaufszahlen aufweisen.

1992

2. MAXI "IT´S NOT TOO LATE"

UND DEBÜT-ALBUM "NO HAPPY VIEW"

Die 2. Maxi "It's not too late (don't sorrow)" und das Debüt-Album "No happy view", an dem Wolfsheim bis dato schon ungefähr 2-3 Jahre gearbeitet hatten und welches man in 2 Studiowochen mit dem Produzententrio Carlos Peron / José Alvarez / Gento Navaho einspielte, folgen 1992.

Vom Album gingen bis heute ungefähr 40.000 Tonträger über den Ladentisch, was die Band in vielen Print-Medien zum "Newcomer des Jahres 1992" macht.

Mit "Kissing the wall" wird ein Lied mit deutschem Text aufgenommen. "Die Idee hatten wir schon so lange wie es das Lied gibt. Es ist ziemlich genau die direkte Übersetzung des englischen Textes. Wir finden es besser als die englische Version, es ist einfach wahrer. Wir wollten schon immer mit deutschen Texten arbeiten. Es ist unser Lieblingslied auf der Platte (Wolfsheim)". 

Markus Reinhardt erzählt über die verschiedenen Stile auf dem Album: "Unsere poppigen Strukturen waren von Anfang an vorhanden, sie kommen nun lediglich mehr zum Vorschein. Carlos hat in unseren Songs die Hitqualitäten erkannt, während Lothar mehr ein Fan unserer romantischen Seiten ist. Dass wir teilweise stilfremde Songs haben, liegt daran, dass Peter und ich zwei sehr verschiedene Charaktere sind, die sich irgendwo treffen, und genau dieser Treffpunkt ist Wolfsheim. Während unserer Reifungsprozesse mangelte es uns an Vorbildern, daher fallen diese untypischen Arrangements wie z. B. bei "Kissing the wall" natürlich mehr ins Gewicht."

Über die Wolfsheim-Lieder allgemein sagen sie: "Die Lieder sind sehr tief empfunden. Wir setzen uns nicht hin und komponieren zackzack ein Hitlied. Die Songs entwickeln sich ganz langsam, wir gewöhnen uns über die Zeit daran, und erst, wenn sie uns nach zwei oder drei Monaten noch gefallen, werden sie echte Wolfsheim - Lieder. Peter's Texte entstehen meistens so, dass das Stück selbst und die Stimmung, die es vermittelt, auch schon den Inhalt vorgibt oder das Stück Ihn in eine bestimmte Stimmung versetzt, die Ihn an irgendwas erinnert. (Wolfsheim)"

3. MAXI "THUNDERHEART"

Ende des Jahres folgt noch die MCD "Thunderheart", die 2 neue Stücke enthält.

ZILLO-FESTIVAL-TOUR Außerdem treten Wolfsheim bei der Zillo-Festival-Tour im Dezember auf.

1993

STRANGE-WAYS-TOUR 

Das neue Jahr beginnt, wie das Alte aufgehört hat. Die Band ist mit der labeleigenen Tour in 5 Städten live zu erleben.

4. MAXI "NOW I FALL" und

2. ALBUM "POPKILLER"

 

Im September 1993 erscheint "Now I fall", welches als Vorbote des neuen Albums "Popkiller" veröffentlicht wird.  

Auf Grund der besseren Technik und einer längeren Produktionszeit konnten auf "Popkiller"  wesentlich mehr klassische Einflüsse eingebracht werden. Jedoch war es erst mit dem Erfolg des Debüts möglich, sich voll auf die Musik zu konzentrieren. Das Album wurde wiederum durch Carlos Peron / Nine-O-Nine produziert.

Zur Bedeutung des Titels sagt Peter Heppner: "Wir wollen mit diesem Begriff (Pop; A.d.V.) einfach abrechnen, gerade auch, weil man uns das immer wieder vorwirft, Pop zu machen. Ich frage dann immer: " Was ist denn Pop? ... Es ging uns durchaus darum, das, was man als 'Pop' definiert, zu killen - um es anschließend neu zu definieren. Das war für uns eine ausgesprochen persönliche Sache."

Zum deutschsprachigen Song "Auf ein Wort" sagt er: "Auf der 'No happy view' hatten wir auch schon einen deutschen Text, und wir hatten uns überlegt, dass wir, wenn wir einen guten deutschen Text finden, den auch verwenden und das Konzept auch beibehalten wollen, auf jeder LP, die wir vielleicht noch machen, einen Song mit deutschem Text zu singen. Das werden wir allerdings nicht tun, wenn wir keinen guten deutschen Text zur Verfügung haben."

Über "Kaufraush", einem weiteren Track des Albums sagt Peter Heppner: "Kaufraush" ist so eine zweiseitige Sache. Zum einen trifft der Begriff ... genau die Sache, was da eigentlich stattfindet. Zum anderen hat der Titel die Endung 'sh', ist also eingeenglischt worden. Das ist als kleine Rache dafür gedacht, dass unsere Sprache mit so viel englischen Begriffen 'verschönert' wird. ... Es geht eben um Konsumgeilheit, ums Habenwollen. Irgendwie scheint es ein Grundanliegen der Menschheit zu sein, sich Besitz aneignen zu wollen. ... Das Phänomen spielt überall eine Rolle, nicht nur im Kaufverhalten der Leute."

Die Cover-Abbildung stammt aus Peter Heppner´s Hand.

Im Nachhinein ist die Band nicht mehr ganz mit der Produktion der Platte zufrieden. Man behält sich sogar die Option offen, bei Bedarf das Album neu zu produzieren.

1994

2. STRANGE-WAYS-TOUR 

Live kann man Wolfsheim in diesem Jahr nur bei der 2. Strange-WaysTour erleben.

1995

5. MAXI "ELIAS" 

und 

1. compilation "55578"

 

Im Februar 1995 erscheint die Compilation "55578" mit vielen Tracks der bekannten Maxi-Singles, einigen unveröffentlichten und nur auf Samplern erschienenden Titeln, wobei die limitierte Erstauflage eine Live-CD enthält, auf der Aufnahmen der Strange Ways Festival Tour 1994 zu hören sind. Der Entschluß zu dieser Veröffentlichung reifte über einige Monate und wurde bestärkt durch zahlreiche Fan-Anfragen, ob bestimmte Titel nicht auch einmal auf einem Longplayer veröffentlicht werden könnten. 

Als Vorabsingle dieser Compilation, die sich 5 Wochen in den Media-Control-Charts hält, wird die Maxi "Elias" veröffentlicht, die neben dem Titelstück nochmal diverse Remixe des Vorgängeralbums "Popkiller" enthält. Bei der Produktion arbeitet man mit Jose Alvarez zusammen - und legt den Grundstein für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

6. MAXI "CLOSER STILL"

Im November 1995 erscheint die Maxi "Closer still" und

1996

3. album "DREAMING APES"

 

im Februar 1996 wird das 3. Album namens "Dreaming apes" veröffentlicht, an dem man 3 Monate gearbeitet hatte. 

Zur Bedeutung des Albumtitels sagt die Band: "Mit den "träumenden Affen" sind wir Menschen gemeint. Wir reden uns ja häufig und gerne ein, keine Tiere mehr zu sein. Wir denken aber, dass die Menschen eigentlich Affen sind, die davon träumen, Menschen zu sein... . ... Wir haben diesen Titel auch deswegen gewählt, weil er eine Art "inhaltlicher Essenz" der Texte aller Stücke des Albums bildet."

Das 3. Album wirkt insgesamt vielschichtiger, aber auch homogener, als die Vorgänger. Durch das besseres Equipment und das größere technische Know-How haben Wolfsheim jetzt viel bessere Möglichkeiten, die Stücke originell und abwechslungsreich zu instrumentieren, und auch einmal zu einer elektronischen "Gitarre", einer "Sitar" oder "Mundharmonika" zu greifen.

Diesmal sind 2 Songs mit deutschem Text zu hören. Außerdem fallen die 4 Instrumentalkurzstücke auf, die wie Überleitungen zwischen den Songs wirken, jedoch gar nicht als solche konzipiert waren. Es ist eher ein Zufall, dass sie jetzt so wirken - sie sind eigentlich Fragmente, die uns aber im "Rohzustand" so gut gefielen, dass sie kurzentschlossen mit auf das Album genommen wurden.

Bei der Arbeit an diesem Album hatte die Band in allen Bereichen die Hände im Spiel - sei es für das Booklet (Fotos vom vor einigen Jahren nach Deutschland emigrierten, russischen Fotografen Alexander Demtschuk) oder bei der Studioarbeit. Aus den Fehlern der "Popkiller" hatten Wolfsheim gelernt. 

7. maxi "A NEW STARSYSTEM HAS BEEN EXPLORED"

"DREAMING APES"-TOUR

Kurz vor dem Tourneestart im Mai '96, auf der Wolfsheim zum ersten Mal allein auftreten, wird die Maxi-Single "A new starsystem has been explored"  ausgekoppelt, von dem auch ein Video, wie schon für die Songs "The sparrows and the nightingales" und "Now I fall" gedreht wird. Zuerst hatte man intern über "Leave no deed undone" nachgedacht, was jedoch bald verworfen wurde.

1997

1. live-album "HAMBURG ROM"

Im Oktober 1997 gibt es dann endlich das erste Live-Album des Hamburger Duos mit dem Titel "Hamburg Rom", das das Warten auf's neue Album verkürzen soll. Das ursprünglich für dieses Jahr geplante neue Album und die damit verbundene Herbsttour von Wolfsheim mußten wegen der Erkrankung des Sängers Peter Heppner verschoben werden. Der über 70-minütige Longplayer enthält so Aufnahmen der '96 "Dreaming apes"-Tour aus Halle, Hildesheim, Hamburg, Potsdam, Bremen und Dortmund. 

Der Albumtitel hat also nichts mit dem Tourverlauf zu tun, sondern ist aus einer Radiofrequenzskala entliehen: auf der Skala des "Heinzelmann", des ersten nach dem Krieg erhältlichen Grundig-Radios, liegen Orte Hamburg, Rom und tatsächlich auch Wolfsheim direkt nebeneinander. Das Cover-Artwork beweist es. 

1998

WITT / HEPPNER: "DIE FLUT"

Mit der MCD "Die Flut" (Joachim Witt und Peter Heppner; Text Peter Heppner) erscheint 1998 eines der erfolgreichsten Singles des Jahres. Auf die Frage, ob der kommerzielle Erfolg für Wolfsheim auch ohne das Stück gekommen wäre, sagt Peter Heppner: "... so wie sich Wolfsheim in den 12 Jahren seit Bestehen entwickelt hat, war das eine stete Aufwärtsentwicklung. Mit der "Dreaming apes" gelangten wir schon kurz vor den Punkt, an dem man von durchschlagendem Erfolg reden kann, und von daher war die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es mit ´Spectators´ passieren wird. ... Das `Die Flut` gleich so nach vorne losgegangen ist, hing auch damit zusammen, dass unsere Fans schon zwei Jahre auf was neues von Wolfsheim warten."

8. MAXI "ONCE IN A LIFETIME"

1. TEIL DER "SPECATORS"-TOUR

Im Oktober 1998 erscheint mit der 8. Singleauskopplung "Once in a lifetime" der Vorbote für das neue Album "Spectators" (Februar 1999). 

Der Titelsong "Once in a lifetime" entstand gegen Ende der Aufnahmen zur "Dreaming apes" und wurde über die Zeit zum meist überarbeitetsten Stück. 

Die B-Seite der MCD ist eine Cover-Version des Buddy Holly Songs "Love is strange". Es gab seitens der Band mal die Idee, eine EP mit Coverversionen rauszubringen. Dieser Song ist ein Vorschlag des Label-Chefs und verantwortlich für den Namen "Strange Ways".

Die MCD steigt hoch in die Charts und Wolfsheim finden sich später auch auf der "Top of the Pops" Bühne wieder.

Mit dem Erscheinen der MCD geht die Band im Oktober / November auf den ersten Teil der "Spectators"-Tour. Trotz der Verschiebung des Albums auf das Frühjahr sind die Konzerte ein voller Erfolg - die neuen Songs werden gut aufgenommen.

9. MAXI und filmmusik "IT´S HURTING FOR THE FIRST TIME"

Vor Weihnachten 1998 wird die Maxi-CD "It´s hurting for the first time" zum Film von Detlef Buck "Liebe deine Nächste" veröffentlicht. Dabei ist der Song nicht einfach von Regisseur Buck verwendet worden. "Der Song war vor dem Film nur insofern fertig, als dass die Melodie stand. Gesang und Text fehlten aber noch, und diese wurden dann auch speziell auf den Film zugeschnitten. Detlev hat uns den Film auch vorgeführt, weil wir ja nicht nur um Filmmusik Willens jeden Film genommen hätten, aber der Film hat uns gefallen. Das Demo lag uns glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt vor. Film und Lied symbolisieren beide auf ihre Art Himmel und Hölle. Im Lied sind das Chorgesang, Schrammelgitarren und am Schluß eben beides zusammen. (Markus Reinhardt)"

1999

4. ALBUM

"SPECTATORS"

 

 

 

Nachdem die beiden Hamburger ursprünglich Ende letzten Jahres eine 6-Track-EP ("E") herausbringen wollten, ist schließlich mit einjähriger Verspätung doch wieder ein komplettes Album daraus geworden. 

Beeinflusst vom Song "Spectators of life" der Band "The Names" wird das Album "Spectators" genannt. 

Der rote Faden, der sich thematisch durch das ganze Album zieht, ist der, "... dass der Mensch trotz zunehmender Technisierung und Globalisierung der Welt bei den meisten Ereignissen doch nur aufs Zuschauen beschränkt ist, und von vielen Sachen keine Ahnung hat, weil er sie selbst noch nicht erlebt oder gesehen hat." 

Die "Spectators"-CD, die im Februar 1999 erscheint, hält über mehrere Wochen die 2. Position der deutschen MediaControll-Charts. 

10. MAXI "KÜNSTLICHE WELTEN"

 

"Künstliche Welten" heisst die offizielle 2. Single aus dem "Spectators"-Album. Das Stück war der letzte Song, den wir für das neue Album aufgenommen haben. Dass aus einem möglichen "Artifical worlds" noch "Künstliche Welten" wurde, lag zum einen daran, dass die Native Speaker, welche die Texte kontrollieren, nicht zur Verfügung standen und die Band kaum noch Studiozeit übrig hatte. So entschloss man sich, den Gesang bestmöglich und in deutsch aufzunehmen. Mit "Künstliche Welten" tauchen Wolfsheim tief ein in die glamouröse Scheinwelt der "Geheimen Verfüher", frei nach dem amerikanischen Autor und Sozialforscher Vance Packard. Ein lupenreiner Pophit, der seine feine Ironie nicht sofort preisgibt.

VINYL-MAXI

"SLEEP SOMEHOW"

Zum krönenden Abschluß des Jahres gibt es noch die für Clubs und Fans gedachte Vinyl-Maxi "Sleep somehow", die auch auf dem Soundtrack "Straight Shooter" zu hören ist.

2. TEIL DER "SPECTATORS"-TOUR Im Frühjahr findet der 2. Teil der erfolgreichen "Spectators"-Tour statt und im Sommer 1999 sind Wolfsheim wieder bei diversen Festivals dabei.

2000 ... 2001

"LIVE"

Die Aktivitäten der Band richten sich in dieser Zeit neben einigen Festival-Auftritten auf diverse Projekte.

Peter Heppner singt 2000 beim "Heal yourself" - Projekt für die  Nordoff / Robbins-Stiftung, veröffentlicht 2001 mit Schiller die sehr erfolgreiche Single "Dream of you" und mit Goethes Erben die Single "Glasgarten" und ist Gastsänger bei "Alice II" und "Umbra Et Imago". Markus Reinhardt arbeitet nach "Nefkom" und "Neustart" jetzt am Projekt "Care Company" und produziert diverse Bands, u.a. "No Comment".

2002

DVD "Kompendium"

Am 16. April 2002 ist es dann soweit. "Kompendium" - die erste DVD von Wolfsheim steht in den Läden. Der Silberling enthält einen Live-Mitschnitt der "Spectators"-Tour, diverse Videos, ein Interview sowie weiteres Bildmaterial. 

In Spanien finden im Mai die 2 einzigsten Konzerte des Jahres statt.

Die restliche Zeit verbringt die Band mit der Arbeit am neuen Album. "Das neueste Songmaterial zeigt eine derartige phantastische Qualitätssteigerung, dass Markus Reinhardt und Peter Heppner vor derzeit neuen Arrangementideen und Songtexten förmlich übersprudeln und daher das ursprüngliche Releasedate im September nicht eingehalten werden kann." Dementsprechend wird auch die für September angesetzte Tour auf den März 2003 verschoben. Im Dezember können die Studioarbeiten abgeschlossen werden. Jetzt steht auch fest: die erste Auskopplung aus dem neuen Album, welches kurz vor Redaktionsschluss noch von "Close Enough" in "Casting Shadows" umbenannt wird, heißt "Kein Zurück". Das Video zur Single wird von Detlev Buck gedreht, der auch schon für die visuelle Umsetzung zu "It's hurting for the first time" verantwortlich war.

2003

11. Maxi "Kein Zurück"

 

 

Jetzt gibt es "Kein Zurück"! Seit dem 17.02.2003 steht die Single in jedem Plattenladen und läutet für die Band ein sehr erfolgreiches Jahr ein. Diese von Sänger Peter Heppner extrem gefühlvoll interpretierte Wolfsheim Pophymne steigt direkt auf Platz 5 der deutschen Media Control Charts ein und hält sich 10 Wochen in den Top 10. Aufsehen erregt dabei auch der Jingle des Hörbuch-Verlages, der am Beginn des Stückes verwendet wird. Der Effekt dieser Melodie - im Sinne von  "Achtung, hier kommt ein Buch!“ - führt den Zuhörer direkt in die "Geschichte" dieses tollen Songs.

5. Album "Casting Shadows";

Tour zum Album;

Festivalauftritte

Seit dem letzten Wolfsheim-Album "Spectators" sind inzwischen vier Jahre vergangen. Doch für die zahlreichen Fans in ganz Europa und sogar in Übersee dürfte die Zeit des Ausharrens ein vergleichsweise geringes Übel sein, nun, da sie für ihre Geduld mit "Casting Shadows" belohnt werden. Instrumentalist Markus Reinhardt und Sänger Peter Heppner ist es nicht nur gelungen, die in sie gesetzten Erwartungen um ein Vielfaches zu übertreffen, Sie konnten sich und ihre musikalische Vision obendrein neu definieren. Den elf Stücken ist unschwer anzumerken, dass die beiden seit 1999 als Künstler stark gereift sind. Viele neue Ideen, die nur deshalb zu voller Blüte gelangen konnten, weil die Musiker sich genrefremden Einflüssen öffneten, wurden in den noch immer problemlos identifizierbaren, klassischen Wolfsheim-Sound integriert. Für dieses Album engagierten die Hanseaten gleich mehrere Produzenten. Acht Nummern wurden z.B. mit Andreas Herbig eingespielt - u.a. auch die beiden deutschsprachigen Lieder. Es ist mit Sicherheit das textlich reifste, kompositorisch vielfältigste und klangtechnisch interessanteste Werk der Bandhistorie. 

"Casting Shadows" schafft auf Anhieb den Sprung von 0 auf 1 der deutschen Media Control Album Charts. Kurze Zeit später kann Strange Ways das erstes Edelmetall in der Firmengeschichte verleihen und feiern. 

Im April / Mai findet dann die nochmals verschobene Tour zum Album statt und beschert der Band unvergessliche Abende in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf Grund der großen Nachfrage wollen neue Veranstaltungsorte gesucht und gefunden werden. So können z.B. 7000 Fans den Auftritt in der Berliner Arena in Treptow bejubeln. Nach dem wohlverdienten Urlaub kann man Wolfsheim im Jahrhundertsommer auf diversen Festivals in Europa erleben.

  12. Maxi "Find you´re here" Am 13.10.2003 wird "Find you´re here" veröffentlicht. Dabei handelt es sich - je nach Auslegung - um eine Alternativ-Version oder Fortsetzung von "Find you´re gone" aus dem "Casting Shadows"-Album. Mit der Absicht einen exklusiven Remix zu erstellen, entsteht mit einem neuen Arrangement und einem neuen Text innerhalb von wenigen Tagen "Find you´re here". Die Single erreicht Platz 23 der deutschen Media Control Charts.

2004

13. Maxi "Blind 2004";

1. USA-Tour;

Festivalauftritte in Europa.

Anfang März veröffentlicht Strange Ways Records den Soundtrack zu dem neuen Lars Büchel Film "Erbsen auf halb Sechs". Der Soundtrack enthält eine neu eingespielte Version des Wolfsheim Klassikers "Blind" vom "Spectators"-Album, die auch als Single erscheint. Markus und Peter haben dafür kurz vor Jahresende das Video mit Lars Büchel und der Hauptdarstellerin Fritzi Haberlandt gedreht. 

Parallel mit den Veröffentlichungen "Find you´re here" und "Blind" wird auch dem Album "Casting Shadows" wieder Chartserfolg zuteil. Eine kurze Unterbrechung ausgenommen, ist das aktuelle Album somit mehr als 1 Jahr fester Bestandteil der deutschen Top 100.

Wolfsheim gewinnen am 06.03.2004 den Echo in der Kategorie "Alternative national" und können sich damit gegen Die Happy, Guano Apes, In Extremo und Wir sind Helden durchsetzen. Den Abend krönt die Band mit der Präsentation von "Blind 2004".

Nach dem gescheiterten Versuch im Jahr 2001 bestreitet die Band im März / April Ihre erste USA-Tour. Zunächst stehen zehn Termine in Nordamerika auf dem Programm. Die Resonanz ist so gut, dass weitere Auftritte in Amerika geplant werden.

Und auch der er Sommer steht wieder im Zeichen diverser Festival-Auftritte in Europa. Eine weitere Auskopplung aus "Casting Shadows" ist in Vorbereitung.

  Unteranderem wurden Artikel aus folgenden Zeitschriften zugrunde gelegt: Notes, Zillo, Subline, EB/Metronom, Orkus, new life, u.a.