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Bandinfo... |
Peter Heppner und Umbra et Imago |
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Veröffentlichungen: |
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"Away" |
1993 |
"Infantile Spiele" |
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"Hörst Du mein Rufen" und "Black Wave" |
1996 |
"Mystica sexualis" |
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"Lieber Gott" |
2000 |
"Mea culpa" |
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Info: |
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Peter lieh in der Vergangenheit einige Male seine Stimme diversen Songs von Umbra Et Imago. Weitere Infos unter: http://www.umbraetimago.de
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Medien: |
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ORKUS JULI/AUGUST 1999 Studiobericht:
Umbra
Et Imago / Peter Heppner Der
Pop-Prinz und der Mösenmann Zugegeben:
Ein bißchen skeptisch waren wir schon, als wir uns an diesem
Mai-Sonntag auf den Weg nach Karlsruhe machten. Mozart hatte uns
einige Wochen zuvor am Telefon erzählt, er wolle zusammen mit
Wolfsheim-Sänger Peter Heppner einen Song aufnehmen, und hatte uns
eingeladen, sie im Studio zu besuchen. Klar, daß wir dem gern Folge
leisteten, obwohl oder vielleicht auch gerade weil uns das Gespann
Heppner/Umbra ein wenig suspekt vorkam. Zwei so unterschiedliche
Menschen - der eine ruhig und nachdenklich, der andere eher provokativ
und "grob" im öffentlichen Gebaren... Welch krude Mischung
würde das wohl ergeben? Zumal ja Umbra Et Imago und Wolfsheim auch
musikalisch normalerweise nicht unbedingt auf einer Wellenlänge
schwimmen. In
den Kellergewölben der Karlsruher Kulturruine angekommen, in denen
sich Umbras Heimat, das Twilight Studio, befindet, stellte sich jedoch
schnell heraus, daß wir uns mit unseren Zweifeln auf einem
gedanklichen Holzweg befunden hatten. Die Atmosphäre war
aufgelockert, man schien sich prächtig zu verstehen, und alsbald
wurde uns auch klar, warum. Von wegen seltsames Gespann - Mozart und
Peter Heppner kennen und schätzen sich schon seit Jahren, und - wir hörten
und staunten - sie haben bereits mehrmals zusammen gearbeitet. Nur daß
das vor dem Megaerfolg "Die Flut" sowie dem Chartstürmer
"Spectators" niemanden so recht interessierte. Mozart erzählt:
"Wir haben uns vor langer Zeit bei einem Zillo-Festival das erste
Mal getroffen, im Backstage-Bereich. Als ich hereinkam, herrschte dort
der übliche Tumult, nur Peter und Markus saßen sich am Tisch gegenüber
und rührten sich nicht. Es sah schon komisch aus, wie sie da ganz
still saßen in ihren College-Jacken, und ich dachte nur: 'Meine Güte,
was sind denn das für Deppen?'" Ein Urteil, das der Umbra-Boss
jedoch ziemlich schnell revidierte. In langen Gesprächen stellten
beide fest, daß sie sich trotz der musikalischen Differenzen einiges
zu sagen hatten, und heute zählt Peter Heppner zu Mozarts Favoriten,
wenn es darum geht, Mitstreiter für seine Produktionen zu finden. Ihre
erste gemeinsame Aufnahme datiert aus dem Jahre 1993. "Away"
heißt das Stück, und es wurde auf dem in selben Jahr erschienenen
Album "Infantile Spiele" veröffentlicht. Eine Tatsache, die
Peters Plattenfirma Strange Ways zunächst gar nicht so recht
schmecken wollte. Man befürchtete, daß die Zusammenarbeit mit den
sexbesessenen Verrückten von Umbra dem Image von Wolfsheim schaden könnte,
und versucht deshalb, Peter von dieser Dummheit abzuhalten. Doch der
setzte sich über alle Bedenken hinweg. "Es hat mich gereizt, mit
Umbra zusammen zu arbeiten", meint er. "denn die Band hat
meiner Meinung nach etwas ganz Neues in die Szene eingebracht. Früher
lief im Gothic-Bereich alles nur auf dieser Depri-Schine. Die Musik
war komplett asexuell. Seit es Umbra gibt, hat sich da viel
getan...". Das läßt sich nicht bestreiten. Und nachdem weder
"Away" noch die beiden Tracks, die das ungleiche Paar für
"Mystica Sexualis" (1996) einspielte, Wolfsheim in
irgendeiner Hinsicht auf ihrem Weg nach oben behinderten, hat
inzwischen auch die Plattenfirma ihre Gegenwehr aufgegeben. Heute
unterstützt sie Peter sogar regelrecht, wenn er mal wieder
musikalisch fremdgehen möchte. Ganz
unproblematisch liefen aber auch die Vorbereitungen zur aktuellen
Kooperation leider nicht ab: es gab akute Terminschwierigkeiten. Beide
Künstler sind vielbeschäftigt und an gewissen Verträge gebunden.
Und so kam es, daß beinahe ein ganzes Jahr zwischen den ersten Gesprächen
über ein neues gemeinsames Projekt und dessen Verwirklichung verging.
Dafür wurde das lang geplante Wochenende in Karlsruhe dann aber auch
intensiv genutzt. Mozart hatte zwei Songs vorbereitet, an denen er mit
Peter arbeiten wollte, und die vorläufigen Ergebnisse, die man uns am
Sonntagnachmittag präsentierte, konnten sich durchaus hören lassen.
Zunächst einmal hatte man sich am Samstag mit einer Neuaufnahme von
"Hörst du mein Rufen" beschäftigt. Der Song stammt im
Original vom "Mystica Sexualis"-Album, doch dort ging er
laut Mozart und dem ebenfalls anwesenden Schlagzeuger Jochen, der im
Studio als Toningenieur fungierte, leider etwas unter. Das Potential,
das in dem Stück steckte, war einfach noch nicht ausgeschöpft. Bei
der neuen Version hat man
jetzt den Gesang fast ausschließlich in die Hände beziehungsweise
die Stimme von Peter gelegt. Mozarts Beitrag beschränkt sich auf
einen von harten Gitarren untermalten Faucheinsatz. Ein toller
Kontrast und ein toller Song: sehr eindringlich, sehr intensiv und äußerst
hitverdächtig! Genau
wie "Lieber Gott", der zweite Track, den man uns mit
stolzgeschwellter Brust vorstellte. Zwar waren die Aufnahmen hierzu
erst zur Hälfte im Kasten, doch die erste, von Mozart eingesungene
Strophe, sowie der Refrain, bei dem Peter dann ins Spiel kam, waren
bereits mehr als vielversprechend. Und sorgten zunächst für einige
Heiterkeitsausbrüche. "Achtet besonders auf den Refrain",
fordert uns der Umbra-Frontmann lachend auf, und auch Herr Heppner
grinst über das ganze Gesicht. "Lieber Gott, mach´ mich hart',
heißt es da"... Doch wer hier eine Plattheit vermutet, liegt völlig
falsch. Denn der eigentliche Hintergrund des Stückes ist eher ernster
Natur. "Lieber Gott, mach' mich hart für diese Welt",
lautet die komplette Textzeile, und mit Sex hat das ausnahmsweise mal
rein gar nichts zu tun. "Es geht um das Gefühl der
Hilflosigkeit", erläutern uns die beiden, "um das Gefühl,
daß man als Individuum in der Gesellschaft nicht bewirken kann. Mit
18 oder 19 hat man noch Tatendrang und Elan, man glaubt, daß man die
Welt verändern kann. Doch das vergeht. Dürrenmatt hat mal gesagt:
'Je älter du wirst, desto weniger Wahrheit gibt es!'. Und das stimmt.
Jeder von uns spürt das. Man resigniert irgendwann angesichts all des
Elends, mit dem man täglich konfrontiert wird..." Besonders
aktuell ist der Song natürlich im Hinblick auf die derzeitige
Situation im Kosovo. Das hat die beiden auch zugegebenermaßen bei den
Aufnahmen beeinflußt, doch inhaltlich auf diesen einen, wenn auch
sehr nahen und gegenwärtigen Krisenherd beschränken, möchten sie
sich nicht. "Schließlich würde sich auch mit dem Ende des
Kosovo-Konflikts nichts ändern", betonen sie, "dann gibt es
statt dessen eben wieder irgendeinem anderen Konflikt." Für die
Leute, die ihnen angesichts solch ernsthafter Worte einmal mehr
vorwerfen werden, depressive Musik zu machen, haben Mozart und Peter
nur ein Schulterzucken übrig. Sie sehen sich als Realisten, nicht als
Miesmacher, und in ihren Stücken - egal ob bei Umbra oder bei
Wolfsheim - wollen sie der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und
die Welt so beschreiben, wie sie (leider) wirklich ist. "Ich kann
mich nicht mit ruhigem Gewissen hinsetzen und ein
Friede-Freude-Eierkuchen-Lied schreiben", meint Peter. "Und
wenn man schon die Möglichkeit hat, eine CD zu machen und damit vor
eine Menge Leute hinzutreten, dann sollte man diese Chance auch nutzen
und etwas sagen, das bewegender ist als 'Chery Chery Lady'"... -
Nun, mit den gerade aufgenommenen Titeln, die übrigens
voraussichtlich erst auf dem für Januar 2000 geplanten neuen Umbra Et
Imago-Album veröffentlicht werden, ist dies den beiden ohne Zweifel
auf das Beste gelungen!
Colette
Stritzke BODYSTYLER,
Ausg. 7 & 8 1999 UMBRA
ET IMAGO & PETER HEPPNER
- ZUSAMMENKUNFT Der
aufmerksame Leser unserer Lieblings-Grufti-Partnerzeitschriften wird
gemerkt haben, daß diese einen ähnlichen Studioreport schon im
letzten Monat veröffentlicht haben. Das liegt erstens daran, daß der
Bodystyler, um seinen hohen Qualitätsstandard zu halten, nur alle
zwei Monate erscheint, und zweitens, daß das Bodystyler-Team zum
Studiotermin nach Karlsruhe zu spät kam. Insofern stimmt´s ja dann
wieder. An
einem sonnigen Sonntagnachmittag traf man sich also in den angenehm
schattigen (weil sich im Keller befindlichen) Twilight-Studios der
Karlsruher Kulturruine mit Mozart, Lutz und Peter Heppner, die
allesamt noch einen leicht partygeschädigten Eindruck vom Vorabend
machten, um über die gegenseitige Zusammenarbeit zu erzählen. Man
bastelte an diesem Wochenende einerseits an einem Remix des Songs
"Hörst du mein Rufen" (Original auf der Mystica-Sexualis-CD)
und andererseits an einem komplett neuen Song namens "Lieber
Gott", erfuhr die versammelte Presseschar. Jedenfalls die, die pünktlich
gekommen waren. Die
erste Zusammenarbeit zwischen Mozart und Heppner fand schon vor
einigen Jahren in Form des Songs "Away" statt, damals auf
dem Album "Infantile Spiele" von Umbra et Imago veröffentlicht,
nur hat die Weltöffentlichkeit damals nicht allzuviel davon
mitbekommen. Wer also dachte, die neue Zusammenarbeit wäre ein
zweckoptimierter Schachzug aus Kommerzgründen, der dachte falsch -
Mozart und Peter kennen sich seit mehreren Jahren und geben sich
kumpelhaft und locker im Umgang miteinander. "Ich hab´ Peter zum
ersten Mal backstage bei einem Konzert getroffen - alles feierte und
war partymäßig drauf, nur er und Markus saßen regungslos in ihren
College-Jacken an einem Tisch, da dachte ich dann auch erstmal: 'Was
sind denn das für Deppen?' - was ich dann aber schnell revidieren mußte,
denn mittlerweile haben wir uns besser kennengelernt", erzählt
Mozart. "Peter ist einfach anders drauf, ruhiger - und inzwischen
hat sich dadurch auch so eine Art gegenseitiger Respekt entwickelt,
Peter ist auch einer der wenigen Menschen, von denen ich Kritik gut
finde, da findet ein richtiger Austausch statt, weil er halt
eigentlich aus einer ganz anderen Ecke kommt. Ich arbeite total gern
mit ihm - obwohl wir uns nur selten sehen, kennen wir mittlerweile
auch unserer gegenseitige Arbeits- und Herangehensweise und unsere
Marotten, da macht das Arbeiten richtig Spaß". Nach einem kurz
eingeworfenen "jaja" an der Stelle mit den
"Marotten" antwortet Peter: "Naja, Umbra et Imago ist
auch eine der wenigen Bands aus dieser Szene, die mal etwas Schwung
reingebracht hat. In der Gothicszene hat sich in den letzten Jahren
viel geändert, vieles ist lockerer geworden, und das finde ich
eigentlich ziemlich klasse. Da hatte Umbra eben auch einen großen
Anteil dran, bei Umbra fand ich endlich mal wieder was neues." Nach
Songs wie "Away" oder "Black Wave" jetzt also die
neue Kooperation bei "Hörst du mein Rufen" und dem neuen
Song "Lieber Gott", die beide der unmaßgeblichen Meinung
fast aller Anwesenden nach ein ziemliches Hitpotential
haben. Nicht zuletzt wegen des damit verbundenen Papierkrams
der Labels, die eventuell ein Video zu einem der Songs machen wollen,
wird sich die Release allerdings noch eine Weile verzögern - man
sprach für den neuen Song von "Ende des Jahres" oder sogar
"Anfang 2000"... Bis
dahin gibt´s hiermit einerseits den Beweis, daß sogar Vampire auf
Fotos zu sehen sind, und ab 6.9. hoffentlich den Remix von "Hörst
du mein Rufen" als Maxi.
Lachi |
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